Zoologischer Garten Düsseldorf
Der historische Zoologische Garten Düsseldorf (1876–1943) war einst ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg (1943/1944) wurde das Gelände durch Bombenangriffe fast vollständig zerstört. Heute erinnert vor allem der Zoopark im Stadtteil Düsseltal an diese Ära.
Der Zoologische Garten Düsseldorf wurde am 31. Mai 1876 von Dr. Alfred Brehm gegründet. An den Gründer erinnern heute noch die Brehmstraße und der Brehmplatz in unmittelbarer Nähe des heutigen Zooparks. Der Zoo war bekannt für seine prachtvolle Gartenanlagen und eine große Artenvielfalt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Wiederaufbau als klassischer Zoo nicht mehr realisiert; stattdessen entstand der heutige Zoopark.
Obwohl es keinen klassischen Flächenzoo mehr gibt, ist das Erbe in Düsseldorf an mehreren Orten präsent:
Der Zoopark: Auf dem ursprünglichen Gelände an der Brehmstraße befindet sich heute eine öffentliche Parkanlage. Einzig die zwei ehemaligen Eingangshäuschen am Brehmplatz und der alte Wasservogelweiher erinnern noch direkt an die zoologische Vergangenheit.
Aquazoo Löbbecke Museum: Das heutige Aquazoo Löbbecke Museum im Nordpark führt die wissenschaftliche Tradition des alten Zoos fort. Es vereint Zoo, Aquarium und Naturkundemuseum unter einem Dach. Es ist eine kulturelle und wissenschaftliche Einrichtung der Landeshauptstadt Düsseldorf und stellt eine untrennbare Verzahnung aus Zoo, Aquarium und Naturkundemuseum dar. In einer einmaligen Synergie aus lebenden Tieren, anschaulichen Exponaten und interaktiven Medien ermöglicht es, Ursprung, Evolution und Vielfalt von Tieren und Pflanzen zu erleben und zu verstehen.
Das Aquazoo Löbbecke Museum blickt auf eine fast 200-jährige Institutsgeschichte zurück. Aus privater Muschel- und Schneckensammlung einerseits und städtischem Zoopark andererseits ist heute eine Einheit aus Aquarium, Museum und Zoo gewachsen, die jährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher nach Düsseldorf lockt.
Titelbild: Eingang des Zoologischen Gartens Düsseldorf am Brehmplatz – Bild: Stadtarchiv

