Polizei

Erneute Öffentlichkeitsfahndung in zehn Jahre altem Mordfall – Wer kennt die Männer? – MK Mindener

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Düsseldorf: Fast genau zehn Jahre ist es her, dass ein 68 Jahre alter Mann in seiner Wohnung in Oberbilk getötet worden war. Intensive und umfangreiche Ermittlungen führten bislang nicht zur Identifizierung der Täter. Jedoch geben die zuständigen Ermittler der “MK Mindener” nicht auf und wenden sich erneut an die Öffentlichkeit und suchen mithilfe eines Fahndungsplakats nach Zeugen.

Am Freitagnachmittag des 3. Juni 2016 gegen 13.50 Uhr wurde der 68-Jährige in seiner Wohnung an der Mindener Straße schwer verletzt aufgefunden. Trotz aller Bemühungen eines Notarztes starb er kurze Zeit später am Einsatzort. Schnell war klar, dass das Opfer getötet worden war. Es folgten umfangreiche Ermittlungen im Nahbereich des Opfers. Die Beamtinnen und Beamten sicherten Spuren, gingen Zeugenhinweisen nach und werteten Videomaterial aus. Spezialisten erstellten Phantombilder der zwei mutmaßlichen Täter. Der Fluchtweg wurde rekonstruiert.

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Die beiden Tatverdächtigen sahen damals wie folgt aus:

  1. Der erste Verdächtige war etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß. Er hat ein südländisches Aussehen mit einer schlanken Statur. Sein Haar war lediglich zwei bis drei Zentimeter kurz und dicht, aber dennoch nach hinten gegelt. Die Seitenpartien waren nochmals deutlich kürzer geschoren. Er war mit einem schwarzen T-Shirt mit weiß abgesetzten Ärmeln sowie einer hellen Hose bekleidet. Zudem trug er Turnschuhe oder sportliche Freizeitschuhe.
  2. Der zweite Tatverdächtige war damals 20 bis 30 Jahre alt und auch etwa 1,80 Meter groß. Er hatte einen dunklen Vollbart (“5-Tage-Bart”), sein Haar war mit einem schwarzen Käppi bedeckt. Auch er hat ein südländisches Aussehen, jedoch eine deutlich untersetztere, kräftige Statur. Er trug dunkle Oberbekleidung mit einer auffallenden “Posthorn”-Abbildung oder -Applikation und eine dunkle Cargohose. Zudem führte er eine dunkle Sporttasche mit sich. Nach Zeugenangaben soll er akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben.
Originalplakat der Polizei als .pdf

Der Fluchtweg konnte wie folgt rekonstruiert werden: Die Tatverdächtigen sind nach dem Verlassen des Hauses die Mindener Straße nach rechts weitergelaufen. Hier überquerten sie die Markenstraße und dürften dann entweder weiter geradeaus in Richtung Heerstraße und Im Liefeld oder, dem Straßenverlauf nach links über die Brücke folgend, in Richtung Ronsdorfer Straße geflüchtet sein.

Auch wenn bereits zehn Jahre vergangen sind, ermittelt die “MK Mindener” weiter und fragt:

  • Wer kennt die Männer und und/oder kann Angaben über mögliche Aufenthaltsorte machen?
  • Wer hat die Tatverdächtigen auf ihrer Flucht beobachtet und kann dazu Angaben machen?

Vielleicht hat vor zehn Jahren jemand geschwiegen, der heute bereit ist, zu reden. Die Ermittler weisen zudem deutlich daraufhin, dass jede Angabe wichtig ist, auch wenn sie sich im Auge des Zeugen als vermeintlich uninteressant darstellt.

Hinweise nimmt die “MK Mindener” unter 0211-8700 entgegen.

Titelbild: Ausschnitt aus dem Fahndungsplakat der Polizei

Quelle: Polizei Düsseldorf