Flughafen Düsseldorf: Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage neben Start- und Landebahn
Sechzehn Megawatt für mehr Klimaschutz und Energieeffizienz: Flughafenchef Lars Redeligx hat am Montag, 29. Juni 2026, gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Jochen Kral, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, am Düsseldorfer Flughafen (DUS) die größte Photovoltaik-Anlage ihrer Art direkt an der Start- und Landebahn eines deutschen Airports in Betrieb genommen.
„Wirtschaftliche Nutzung und Klimaschutz schließen sich nicht aus. Wir sind in unserem vierten PV-Rekordjahr in Folge. Die neue Freiflächen-Photovoltaikanlage am Flughafen Düsseldorf zeigt: Gerade hoch frequentierte Infrastrukturstandorte können aktiv zur Energiewende beitragen. Solche Vorbild-Projekte machen die Energiewende sichtbar, stärken unsere Versorgungssicherheit und zeigen Unternehmen und Kommunen im ganzen Land: Klimaschutz ist konkret machbar“, sagt Mona Neubaur.
Großprojekt für nachhaltige Energieversorgung
Die Anlage in unmittelbarer Nähe zur Start- und Landebahn erstreckt sich über eine Fläche von rund 140.000 Quadratmetern und umfasst insgesamt 31.014 Solarmodule, die auf 7.517 Fundamenten installiert sind. Künftig speist die Anlage bis zu 16 Megawatt in das Netz des Airports ein. Die erzeugte Energiemenge reicht aus, um rund 4.200 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Insbesondere die Nähe der Solarflächen zum Bahnsystem sorgt für internationales Interesse. Große Airports aus Asien und Europa tauschen sich schon seit Baubeginn mit Fachkollegen aus Düsseldorf zu den Details und Gegebenheiten des Projekts aus.
„Wer künftig bei der Landung in Düsseldorf ein Glitzern neben der Nordbahn sieht, schaut auf die größte Photovoltaik-Anlage ihrer Art in Deutschland. Vorbildlich nachhaltig zu handeln, ist für uns kein Anspruch auf dem Papier, sondern gelebte Praxis auf unserem Weg zur ,Destination of Excellence‘. Wir bauen unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen konsequent aus, stärken unsere Eigenversorgung mit Energie und übernehmen gleichzeitig Verantwortung für eine klimafreundliche Zukunft unseres Standorts“, so Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens. „Unser Partner ZPV hat die neue Anlage über die Wintermonate bei laufendem Betrieb in unmittelbarer Nähe unserer Start- und Landebahn gebaut. Das ist ein starkes Ergebnis unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit und eine gelungene Teamleistung.“
Die Anlage wurde im sogenannten Power Purchase Agreement (PPA)-Modell durch die Firma ZPV geplant, errichtet und wird die nächsten 25 Jahre durch sie betrieben. Der produzierte Strom wird vollständig in das Netz des Flughafens eingespeist und deckt rund 16 Prozent des 93,3 Millionen KWh hohen Jahresverbrauchs des Airports ab. Der restliche Grünstrom kommt aus weiteren Photovoltaik-Anlagen am Flughafen und von den Stadtwerken Düsseldorf.
Innovative Technik für Energieeffizienz
Der in der Photovoltaik-Anlage produzierte Strom vermeidet einen CO₂ Ausstoß von 3.650 Tonnen pro Jahr. Ergänzt wird das Projekt durch die Installation von Stromspeichern mit einer Speicherkapazität von bis zu 25 Megawattstunden, die eine effizientere Nutzung der erzeugten Energie ermöglichen.
Sicherheit und Umwelt im Fokus der Planung
Bei der Planung und Errichtung der Photovoltaik-Anlage standen Sicherheits- und Umweltaspekte im Mittelpunkt. Ein Lichtemissionsgutachten bestätigt, dass die Module den Luftverkehr nicht durch Blendung beeinträchtigen. Auch die Radarverträglichkeit sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen für den Flugverkehr und die Navigation wurden umfassend geprüft. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen auf Natur und Umwelt berücksichtigt und entsprechende Ausgleichsflächen in der Nähe des Flughafens geschaffen.
Quelle: Flughafen Düsseldorf
