3 A B C D F G H J K L M N O R S T U W Z
Geschichte

GeSoLei

Die GeSoLei (Abkürzung für: Große Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) war die größte und bedeutendste Messe der Weimarer Republik. Sie fand vom 8. Mai bis zum 15. Oktober 1926 in Düsseldorf statt und zog ca. 7,5 bis 8 Millionen Besucher an.

Die Ausstellung widmete sich der “Erziehung zum neuen, leistungsfähigen Menschen” und der “rationalen Menschenwirtschaft”. Die Schwerpunkte lagen auf Volksgesundheit, Sozialhygiene (einschließlich der Bekämpfung von Krankheiten wie Tuberkulose und Alkoholismus) sowie der Förderung von Sport und körperlicher Fitness. Sechzig Prozent des Messegeländes präsentierten sich dabei als Vergnügungspark, was den großen Erfolg bei der Bevölkerung begründete. Erstmals in Deutschland wurden auf der Messe Autoscooter präsentiert. Zudem wurde in einer eigenen Halle ein Wellenbad installiert.

Depositphotos
Wellenbad auf der GeSoLei 1926
Wellenbad auf der GeSoLei 1926

Das Ausstellungsgelände am Rheinufer (heute Bereich Ehrenhof und Rheinwiesen) umfasste stolze 400.000 m². Unter der Leitung des Architekten Wilhelm Kreis entstand ein monumentales Bauensemble, das das Düsseldorfer Stadtbild bis heute prägt. Dazu gehören:

  • Der Ehrenhof: Ein Backstein-Komplex, der heute unter anderem das Museum Kunstpalast beherbergt.
  • Die Tonhalle: Ursprünglich als das damals weltweit größte Planetarium für die GeSoLei errichtet.
  • Rheinterrasse: Ebenfalls als Teil der dauerhaften Bauten für die Ausstellung entstanden.
Rekordtag auf der Gesolei 1926
Rekordtag auf der Gesolei 1926

Die GeSoLei markierte den Wiederaufstieg Düsseldorfs als Messestadt nach dem Ersten Weltkrieg. Sie nutzte moderne didaktische Mittel wie Dioramen und interaktive Schaukästen, um medizinische Themen massentauglich aufzubereiten. Kritisch betrachtet integrierte sie jedoch auch Konzepte der Rassenhygiene und Auslese, die später vom Nationalsozialismus instrumentalisiert wurden.

Das Ausstellungsgelände konnte ab dem Hauptbahnhof einfach mit der eigens eingerichteten Linie G der Rheinbahn erreicht werden.

Text: Mit Hilfe von Google AI

Bilder und mehr zur GeSoLei

Ähnliche Einträge