Carlsplatz (Karlplatz)
Der Carlsplatz ist der älteste noch betriebene Marktplatz in Düsseldorf und blickt auf eine abwechslungsreiche, über 230-jährige Geschichte zurück. Gelegen in der nach Kurfürst Carl Theodor benannten Carlstadt, wandelte er sich vom militärischen Exerzierfeld zum kulinarischen Herzstück der Stadt.
Die historische Entwicklung des Platzes im Überblick:
1. Entstehung und militärische Nutzung (18. & 19. Jahrhundert)
- Die Gründung: Der Platz entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Zuge der südlichen Stadterweiterung (Carlstadt) unter Kurfürst Carl Theodor.
- Soldaten statt Marktstände: Entgegen seiner heutigen Funktion diente das Areal ab 1787 zunächst nicht dem Handel, sondern wurde unter französischer und später preußischer Herrschaft als Exerzier- und Paradeplatz genutzt.
- Frühe Jahrmärkte: Parallel dazu wurde der Platz viermal im Jahr für einwöchige Jahrmärkte freigegeben und spielte eine zentrale Rolle im Düsseldorfer Karneval.
2. Etablierung des Wochenmarktes (ab 1910)
- Der feste Markt: Erst im Jahr 1910 wurde der Platz offiziell und dauerhaft als fester Wochenmarkt etabliert.
- Namenswechsel: Im Zuge dessen änderte sich die Schreibweise amtlich in Karlplatz (mit „K“ und ohne „s“). Fast ein Jahrhundert lang blieb der Markt eine reine Freifläche ohne feste Überdachungen.

3. Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
- Der Untergrund-Bunker: Im Jahr 1940 musste der Markt weichen und zog vorübergehend auf den Schwanenmarkt um. Der Grund: Unter dem Karlplatz wurde ein massiver Luftschutzbunker für die Bevölkerung errichtet.
- Die Rückkehr: Im Mai 1951 kehrten die Händler auf den Platz zurück. 1958 stiftete der Bildhauer Ferdinand Heseding den markanten Karl-Theodor-Brunnen, der bis heute das Bild des Platzes prägt.
4. Moderne Entwicklung und Rückbenennung
- Vom Nahversorger zum Gourmetmarkt: Seit den 1990er-Jahren wurde der Carlsplatz mehrfach modernisiert und umgestaltet. Neben klassischen Obst-, Gemüse- und Blumenständen gewannen internationale Gastronomie- und Feinkoststände massiv an Bedeutung.
- Zurück zu den Wurzeln: Im Jahr 2001 setzte die Bürgergesellschaft Alde Düsseldorfer eine historische Rückbenennung durch. Seitdem heißt der Ort auch offiziell wieder Carlsplatz (mit „C“ und „s“) – genau wie zu Zeiten seines herzoglichen Namensgebers.
Heute vereint der Markt mit seinen rund 60 Ständen historische Tradition mit moderner urbaner Lebensqualität und gilt als einer der lebendigsten Treffpunkte Düsseldorfs.
Text (redaktionell geprüft): ChatGPT

