Feuerwehr

Kontaktperson des Hantavirus in der Universitätsklinik Düsseldorf

Folgemeldung: Am Mittwoch, 6. Mai 2026, gegen 10 Uhr machte sich die in Nordrhein-Westfalen einzigartige Hochinfektionstransportkomponente der Feuerwehr Düsseldorf im Auftrag des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) auf den Weg in die Niederlande, um dort eine Kontaktperson mit möglichem Hantavirus-Bezug zu übernehmen und in die Universitätsklinik Düsseldorf zu transportieren. Der Konvoi sowie ein Vorauskommando legten die Strecke in die Niederlande nahe Amsterdam ohne besondere Vorkommnisse zurück.

Gegen 20 Uhr erfolgte die Übergabe der betroffenen Person durch die niederländischen Behörden. Im Anschluss begann der Transport in Richtung Universitätsklinik Düsseldorf. Aktuell ist der Zustand der Person ist stabil, derzeit zeigt sie keine Symptome einer Infektion. Auch der vorausgegangene Transport per Flugzeug verlief ohne Komplikationen. Eine weitere medizinische Beurteilung erfolgt in der Universitätsklinik Düsseldorf.

Die Hochinfektionstransportkomponente der Feuerwehr Düsseldorf ist nun auf dem Weg in die Universitätsklinik Düsseldorf.

Erstmeldung: Die Feuerwehr sowie das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf wurden über das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA NRW) beauftragt, eine Kontaktperson mit Hantavirus-Bezug, die sich auf einem vor den Kapverden liegenden Kreuzfahrtschiff aufhielt, an die Universitätsklinik Düsseldorf zu überführen. Der Transport erfolgt durch die Feuerwehr Düsseldorf unter Einsatz ihres in Nordrhein-Westfalen einzigartigen Konzepts für Hochinfektionstransporte.

Aktuell befindet sich sowohl die Hochinfektionstransportkomponente als auch ein Vorauskommando auf dem Weg in die Niederlande. Ziel des Vorauskommandos, das aus einem Einsatzleiter der Feuerwehr sowie einem leitenden Notarzt des Gesundheitsamtes Düsseldorf besteht, ist ein Flughafen bei Amsterdam. Vor Ort erkunden die Einsatzkräfte die Gegebenheiten und koordinieren die weiteren Maßnahmen für die nachrückenden Kräfte. Dabei stehen sie im engen Austausch mit den niederländischen Behörden.

Die Hochinfektionstransportkomponente ist ein speziell zusammengestellter Verband aus mehreren Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr. Diese sind auf die besonderen Anforderungen eines Transports von hochinfektiösen Patienten ausgelegt und gewährleisten eine sichere Durchführung. Der Verband besteht aus einem Führungsfahrzeug, zwei Rettungswagen, welche speziell für infektiöse Patienten ausgestattet sind, einem Logistikfahrzeug sowie einem Hilfeleistungslöschfahrzeug.

Auf Grundlage des Düsseldorfer Konzeptes kann die Feuerwehr Düsseldorf nicht nur eine optimale medizinische Versorgung während des Transports sicherstellen, sondern auch flexibel auf mögliche Herausforderungen im Zuge des Transports reagieren, ohne das Risiko einer Kontaminationsverschleppung einzugehen.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und der Transport wird regelmäßig durch die spezialisierten Einsatzkräfte trainiert. Neben Übungen mit der Sonderisolierstation der Universitätsklinik Düsseldorf, die in diesem Fall jedoch nicht zum Einsatz kommen wird, findet zusätzlich einmal jährlich eine Übung mit Fokus auf der internationalen Zusammenarbeit statt.

Der Fahrzeugkonvoi hat sich am Mittwochmorgen um 10 Uhr in Richtung Niederlande in Bewegung gesetzt. Die Übernahme der Kontaktperson ist für die Abendstunden geplant. Anschließend erfolgt der Transport in die Universitätsklinik Düsseldorf, wo die weitere diagnostische Abklärung sichergestellt wird.

Titelbild (Symbolfoto): Universitätsklinikum Düsseldorf

Quelle: Feuerwehr Düsseldorf | Uni Düsseldorf