Deborah Sassen
Nicht einmal 1.000 Meter liegen zwischen Deborahs Schule und ihrem Elternhaus. Doch zu Hause kommt sie nie an. Am 13. Februar 1996 verschwand die damals 8 Jahre alte Deborah (Debbie) Sassen. Sie hatte am Vormittag noch den Schwimmunterricht der Henri-Dunant-Grundschule am Rheindorfer Weg in Düsseldorf Wersten besucht und verschwand anschließend auf ihrem nur etwa ein Kilometer langen Heimweg spurlos. Die damaligen umfangreichen Ermittlungen führten nicht zum Erfolg. Bislang wurde weder ein Täter noch eine Leiche gefunden.
27. Januar 2026: Knapp 30 Jahre nach dem Verschwinden der damals acht Jahre alten Deborah Sassen lassen die Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft nichts unversucht, den Fall aufzuklären. Umfangreiche polizeiliche Maßnahmen führten zu weiteren Ermittlungsansätzen in dem Kriminalfall, dessen Akte nie geschlossen worden war.
Am Montag, den 26. Januar 2026 und am Folgetag durchsuchten Beamtinnen und Beamte der Mordkommission mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei und Spezialisten des BKA mehrere Häuser und Wohnungen in Düsseldorf und stellten mögliche Beweismittel sicher. Die Auswertungen der Asservate und die weiteren Ermittlungen dauern an. Laut der Rheinischen Post sei auch eine Sickergrube geleert worden, nachdem dazu Pflastersteine aus einer Garageneinfahrt entfernt worden seien. Unter Berufung auf den ermittelnden Staatsanwalt, Murat Ayilmaz, habe der Einsatz stattgefunden, da es „Anlass dazu gab“.
Die Kriminalpolizei bittet, trotz der neuen Ermittlungsansätze, weiterhin die Bevölkerung um Hilfe. Wer Hinweise, wie unerheblich sie auch in der eigenen Wahrnehmung sein mögen, geben kann, wendet sich bitte an das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0211 870 0.
12. Februar 2025: Auch 29 Jahre später geht die Polizei noch immer von einem Gewaltverbrechen – von Mord – aus. Die Mordkommission ruht nicht, um den Fall aufzuklären. Immer noch arbeiten Ermittler an der Aufklärung. Immer wieder gibt es neue Hinweise, denen nachgegangen wird, um den Mordfall zu lösen.
Die Kriminalpolizei bittet die Bevölkerung daher weiter um Hilfe. Wer Hinweise, wie unerheblich sie auch in der eigenen Wahrnehmung sein mögen, geben kann, wendet sich bitte an das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer: 0211 870 0.