This Day in History: 1957-12-19

Die Nordbrücke (später Theodor-Heuss-Brücke) während des Baus (Bild: © Stadtarchiv Düsseldorf)

Die neu gebaute Düsseldorfer Nordbrücke (ab 1964 Theodor-Heuss-Brücke) zwischen dem linksrheinischen Niederkassel und dem rechtsrheinischen Golzheim wird dem Verkehr übergeben (Bild: © Stadtarchiv Düsseldorf).

Die eigentliche Schrägseilbrücke ist 476 Meter lang. An sie schließt sich rechtsrheinisch eine 333 Meter lange Hochstraße über die Cecilienallee / Rotterdamer Straße und die Kaiserswerther Straße an. Auf der linksrheinischen Seite wird sie durch eine 462 Meter lange Vorlandbrücke über das Hochwasserbett ergänzt, die nach dem Niederkasseler Deich noch den Kaiser-Friedrich-Ring überquert und anschließend an einer künstlichen Rampe endet. Die Hauptöffnung über den Rhein hat eine Spannweite von 260 Meter, die beiden seitlichen Öffnungen von je 108 Meter.

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Die Brücke hat zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung sowie parallel dazu an den Außenseiten je einen Fuß- und Radweg. Das Brückendeck ist einschließlich der Geländer 27,10 Meter breit. Davon entfallen 15 Meter auf die vier Fahrspuren und ihre mittlere Trennrampe. Auf einem 1,75 Meter breiten Streifen zu beiden Seiten der Fahrbahn befinden sich die Pylone, die Verankerung der Seile und die Beleuchtungsmasten. Daran schließen sich 4,05 Meter breite Streifen für die Geh- und Radwege an.[2] Das stählerne Brückendeck ist als orthotrope Platte konstruiert mit weit auskragenden Geh- und Radwegen, in deren Schatten die 3,30 m hohen Hauptträger möglichst schlank wirken sollen.

Ein Pylon steht direkt auf dem rechten Ufer am äußeren Rand der vom Rhein beschriebenen Kurve, der andere Pylon steht vor dem linken Ufer im Flachwasser der Kurveninnenseite. Beide Pylone bestehen unterhalb des Brückendecks aus massiven Betonpfeilern, die fast dessen gesamte Breite einnehmen. Oberhalb des Brückendecks bestehen sie aus je zwei schlanken, 44 Meter hohen, sich nach oben leicht verjüngenden, freistehenden Stielen ohne Versteifung durch Querriegel. Von diesen Stielen aus genieteten Stahlblechen sind in beide Fahrtrichtungen je drei parallel laufende Stahlkabel zum Brückendeck gespannt.

Die Theodor-Heuss-Brücke verbindet das nördliche und östliche Stadtgebiet Düsseldorfs, die Messe und den Flughafen mit den linksrheinischen Stadtteilen Oberkassel, Niederkassel, Heerdt, Lörick, dem Bürogebiet Seestern und dem Meerbuscher Stadtteil Büderich. Über sie verläuft die Bundesstraße 7, welche gemeinsam mit der Bundesstraße 1 in Düsseldorf die Lücke zwischen dem rechts- und linksrheinischen Ast der A52 schließt und deshalb Düsseldorf sowohl mit Essen und dem Ruhrgebiet als auch mit Kaarst, Mönchengladbach und der Region Niederrhein verbindet.

Die Nordbrücke war Teil eines umfangreicheren Straßenbauprojektes, dessen Ziel es war die Düsseldorfer Innenstadt vom anwachsenden Ost-West-Durchgangsverkehr im Verlauf der Bundesstraße 7 zu entlasten. So wurde die Verbindung von der rechtsrheinischen Brückenrampe bis zum Mörsenbroicher Ei seit den 1950er Jahren mehrmals aus- und umgebaut. Am 3. November 1959 wurde die 9,5 Kilometer lange an der Kevelaerer Straße (damals B 9) in Heerdt beginnende und seinerzeit als Stadtautobahn Düsseldorf bezeichnete linksrheinische Zufahrt zur Brücke dem Verkehr übergeben. Seitdem hat die Bundesstraße 7 ihren heutigen Verlauf im Düsseldorfer Stadtgebiet.

Quelle: Wikipedia