Straße in Bilk wird nach dem Zeitungsverleger Anton Betz benannt

2005vor 21 JahrenCategoriesDüsseldorf, Ehrungen

Eine Straße in Bilk zwischen Feuerbach- und Färberstraße wird nach dem Zeitungsverleger Anton Betz (* 23. Februar 1893 in St. Ingbert; † 11. Dezember 1984 in Düsseldorf) benannt (Anton-Betz-Straße). Seine Töchter enthüllen das Straßenschild.

Dr. Anton Betz (* 23. Februar 1893 in St. Ingbert; † 11. Dezember 1984 in Düsseldorf) war einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Journalisten, Verleger und Medienmanager der Nachkriegszeit. Er prägte die Struktur der modernen bundesdeutschen Presselandschaft entscheidend mit.

Free Litecoin

Leben und Karriere

  • Ausbildung: Er stammte aus einer katholischen Arbeiterfamilie und studierte nach dem Ersten Weltkrieg Rechtswissenschaften in Freiburg und Bonn, wo er 1924 promovierte.
  • Beruflicher Aufstieg: Bereits während des Studiums arbeitete er als Journalist und stieg rasch zum Chefredakteur und Verlagsdirektor (u. a. der „Saar-Zeitung“) auf.
  • NS-Zeit: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor Betz 1933 aufgrund seiner politischen und religiösen Haltung seine Anstellungen.
  • Rheinische Post: Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er 1946 von den britischen Besatzungsbehörden eine der ersten Presselizenzen. Er wurde Mitgründer und prägender Kopf der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post.
  • Medienpolitische Meilensteine: Betz trieb 1949 maßgeblich den Aufbau der Deutschen Presse-Agentur (dpa) voran und wurde deren erster Vorstandsvorsitzender. Zudem war er von 1967 bis 1971 Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Nachwirkung und Erbe

Sein Name lebt heute unter anderem in der Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V. weiter. Diese gemeinnützige Stiftung fördert Wissenschaft, Forschung und Universitäten (insbesondere die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) durch Stipendien und Projektfinanzierungen.

Titelbild: Ulrich Horn – Archiv der Rheinischen Post, Düsseldorf, CC BY-SA 3.0 de