Kampfmittelräumdienst

Bombenräumung in Düsseldorf-Mörsenbroich: Bomben entschärft

Update: Die zwei in Düsseldorf-Mörsenbroich bei Sondierungsarbeiten entdeckten britischen Fliegerbomben konnten am Montag, 12. Januar 2026, 19.16 Uhr, durch Julian Granzow vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung erfolgreich entschärft werden. Im Anschluss wurden beide Zünder kontrolliert gesprengt. Unmittelbar nach der Entschärfung wurden die Straßensperrungen aufgehoben.

Während der Entschärfung mussten rund 4.200 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Häuser verlassen. Rund 350 Menschen suchten die Betreuungstelle an der Rückertstraße auf. Insgesamt waren rund 250 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, Hilfsorganisationen sowie des Ordnungsamtes und des Amtes für Verkehrsmanagement im Einsatz. Insgesamt 42 Krankentransporte wurden durch Rettungsdienstkräfte der Feuerwehr und der Düsseldorfer Hilfsorganisationen durchgeführt. 393 Anruferinnen und Anrufer informierten sich über das Gefahrentelefon.

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Erstmeldung: Zwei bei Sondierungsarbeiten in Düsseldorf-Mörsenbroich gefundene britische Fünf-Zentner-Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden am Montag, 12. Januar 2026, im Laufe des Tages entschärft. Dazu müssen bis spätestens 16 Uhr in einem Radius von 400 Metern (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle an der Sankt-Franziskus-Straße bis zu 4.200 Menschen ihre Wohnungen verlassen haben.

Die Stadt Düsseldorf appelliert an betroffene Bürgerinnen und Bürger, den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich A zügig zu folgen, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern.

Die Bomben werden, sobald die Evakuierungen abgeschlossen sind, nach einer kurzen Vorbereitungszeit vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchen, stehen ab sofort die Räume des Friedrich-Rückert-Gymnasiums, Rückertstraße 6, offen. Dort ist durch die Stadt Düsseldorf eine Betreuung organisiert. Ab 13.30 Uhr stehen an den Haltestellen Wrangelstraße und Wilhelm-Raabe-Straße Rheinbahnbusse für den Transfer zur Betreuungsstelle zur Verfügung.

Bombenfunde in Düsseldorf-Mörsenbroich: Rund 4.200 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen
Bombenfunde in Düsseldorf-Mörsenbroich: Rund 4.200 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen

Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befinden sich unter anderem die Kindertageseinrichtungen an der Erwin-Rommel-Straße und Sankt-Franziskus-Straße sowie die Schulen an der Max-Halbe-Straße und Wrangelstraße und die städtischen Notunterkünfte an der Eggerscheidter Straße und Sankt-Franziskus-Straße.

Der Straßenverkehr wird insbesondere rund um die Sankt-Franziskus-Straße von den Sperrungen betroffen sein. Polizei und Ordnungsamt sperren die zuführenden Straßen ab sofort ab. Es wird empfohlen, die Gefahrenbereiche weiträumig zu umfahren.

Seitens der Rheinbahn wird die Buslinie 776 ab sofort bis zum Ende der Entschärfung über die Münsterstraße umgeleitet.

Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.

Das Gefahrentelefon der Stadt ist unter der Rufnummer 3889 889 besetzt.

Ab sofort sind Lautsprecherwarnfahrzeuge unterwegs, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen.

Nach der erfolgreichen Entschärfung muss der Zünder einer Fliegerbombe vor Ort kontrolliert gesprengt werden. Im Bereich der Sankt-Franziskus-Straße kann daher ein lauter Knall zu hören sein.

Titelbild: Feuerwehr Düsseldorf – Entschärfer Julian Granzow (r.) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung mit seinem Kollegen Adis Kalic und den zwei entschärften Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg